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    Workshop „Ökobilanzierung von biobasierten Kunststoffen“ im Rahmen des Biopolymernetzwerkes der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. - Construction21

    Workshop „Ökobilanzierung von biobasierten Kunststoffen“ im Rahmen des Biopolymernetzwerkes der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

    • Erschienen 18 May 2012 um 17:25 GMT, von Sebastian Schwarz|Deutschland| Viewed 252 time(s)

    Workshop „Ökobilanzierung von biobasierten Kunststoffen“ am 25. Mai 2012 BMELV Berlin, Französische Str. 2, 10117 Berlin, Haus 3, Raum 4.040 (4. Etage, Raumnr. 040)
    im Rahmen des Biopolymernetzwerkes der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
    Biobasierte Kunststoffe gelten als Hoffnungsträger beim Wandel von einer auf fossilen Rohstoffen
    basierten Produkt- und Werkstoffwirtschaft hin zu einer auf nachwachsenden Rohstoffen basierten
    Wirtschaft. Eine Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen aufgrund von z.B. steigenden Preisen ist
    wesentliche Triebfeder für eine verstärkte Nutzung von biobasierten Kunststoffen. Zahlreiche
    Fortschritte bei der Technologie- und Produktentwicklung in vielen bedeutsamen
    Anwendungsbereichen von biobasierten Kunststoffen, sowie auch die Kombination und
    Weiterentwicklung von bereits kommerzialisierten biobasierten Werkstoffen werden zu weiteren
    Anwendungsbereichen dieser neuartigen Werkstoffe führen.
    Durch die steigende Nachfrage wird zunehmend auch über die ökologische Vorteilhaftigkeit von
    Produkten aus biobasierten Kunststoffen diskutiert.
    Das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover (IfBB) und PE
    International erarbeiten derzeit im BMELV-geförderten Teilvorhaben „Daten und Bottlenecks bei der
    ökobilanziellen Bewertung von Biopolymerwerkstoffen und –produkten“ eine Argumentationslinie zur
    Versachlichung der Diskussion und Kommunikation der Umweltauswirkungen von biobasierten
    Kunststoffen im gesamtgesellschaftlichen Kontext. Übergeordnetes Ziel ist es, den Informationsstand
    transparenter zu gestalten und somit die Akzeptanz von biobasierten Kunststoffen bei Produzenten,
    Verarbeitern, Anwendern und Verbrauchern zu verbessern.
    Anhand von Ökobilanzanalysen/Praxisbeispielen wird aufgezeigt, ob und wie neueste Entwicklungen
    und innovative Produkte aus dem Biokunststoffbereich den Ansprüchen der Nachhaltigkeit gerecht
    werden können. Des Weiteren soll ein etwaiger Handlungsbedarf bei der Anwendung von
    ökologischen Nachhaltigkeitskriterien in Form von Ökobilanzen für biobasierte Kunststoffe identifiziert
    und Handlungsempfehlungen zur Beurteilung der Nachhaltigkeit dieser Kunststoffe formuliert werden.
    Internationale Standards für Ökobilanzen setzen zwar einen Rahmen zur Ausführung dieser, sorgen
    allerdings nicht für eine eindeutige Vergleichbarkeit von Ökobilanzen. Es entstehen unterschiedliche
    Auslegungen in der Bewertung der Wertschöpfungskette durch die Anwendung verschiedener
    Datenbanken, der angewendeten Methodik sowie Zielsetzung. Es muss berücksichtigt werden, dass
    eine Ökobilanz die Umwelteinflüsse eines Systems mit Hilfe von Wirkungskategorien bewertet, die
    sowohl positiv als auch negativ ausfallen können. Die Bewertung der einzelnen Faktoren und daraus
    abgeleitet, des ganzen betrachteten Prozesses hängt dabei auch von der Zielsetzung des Bearbeiters
    ab und machen es z.T. schwierig Bilanzen miteinander zu vergleichen.

    Mit dem Workshop sollen

    Zwischenergebnisse des Vorhabens und Stand der Ökobilanzierung von biobasierten Kunststoffen und die Ansprüche an Transparenz
    und Vergleichbarkeit für den Nutzer vorgestellt und diskutiert sowie notwendige Handlungsempfehlungen für das Bundesministerium für Ernährung,
    Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe evaluiert werden.

    Weitere Fragen:
    Welche Wirkungskategorien und Bilanzrahmen (Systemgrenzen) sind bei der ökobilanziellen
    Bewertung von biobasierten Polymerwerkstoffen und Kunststoffen notwendig und sinnvoll?
    Müssen vollständige Ökobilanzen durchgeführt werden oder reicht ein kleinerer definierter
    Rahmen mit bestimmten Kriterien?
    Können fachspezifische, spezielle Datenbanken eine ökobilanzielle Bewertung unterstützen
    und vereinfachen?
    Können vorhandene Systeme gemeinsam sinnvoll genutzt werden?
    Welche Bestrebungen wären in Richtung Zertifizierung und Labeling (Blauen Engel, PCF und
    internationale Kriterien) notwendig?
    Wie sollte die Kommunikation / Information in Richtung Verbraucher gestaltet werden?




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